Samstag, 15. Oktober 2016

Lasagna-Gardening

Noch bevor die Küche renoviert, oder gar eine einzige Lampe montiert war, habe ich bereits den Grundstein für das nächste Gartenjahr gelegt. Manchmal zweifel ich selbst an meinen Prioritäten, aber der Garten ist eine einzige Spielwiese für mich und ich konnte einfach nicht widerstehen.

Aus einer ungepflegten Wiese einen produktiven Gemüsegarten zu machen ist normalerweise mit ziemlich viel Schufterei verbunden. Da mein Rücken aber eh schon kaputt ist, wollte ich mir das bei den ganzen Renovierungsarbeiten nicht auch noch antun. Außerdem habe ich keine Ahnung, in was für einem Zustand der Boden ist und ob der genug Nährstoffe für einen guten Garten hat. Also musste eine andere Lösung her.
In solchen Momenten zahlt es sich unheimlich aus, dass ich seit Jahren bei Pinterest unterwegs bin und dort alle möglichen Sachen zum Thema Selbstversorgung sammle. Und dass ich mich im richtigen Moment an die Sachen, die ich mir dort gemerkt habe, auch erinnere. In dem Fall an das sogenannte Lasagna-Gardening. Das ist eine Methode, sich im Herbst für das nächste Frühjahr fruchtbaren Boden einfach selbst zu züchten und dabei auf's Umgraben zu verzichten.
Dafür wird das zukünftige Beet leicht überlappend mit Kartons ausgelegt. Die sollten möglichst wenig bedruckt und frei von Klebeband sein. Die Kartons werden gewässert und dann wird Grasschnitt darauf verteilt - ich bin auf ca. 5-10 cm Höhe gegangen. Mein Grasschnitt lag schon ein paar Tage rum, daher war er nicht mehr ganz so knackig grün, aber spätere Schichten hab ich dann mit ganz frischen Gras gepackt. Glücklich, wer eine große Wiese hat, bei der jede Menge Grasschnitt anfällt. Auf den ebenfalls gewässerten Grasschnitt kommt Laub, und dank riesiger Pappel vor der Haustür haben wir davon auch mehr als genug. Nun kann man entweder weitere Schichten Gras und Laub abwechseln, oder man schiebt noch eine Schicht Mist, Gemüseabfälle oder Kompost mit ein (glücklich, wer unerwartet über einen erntereifen Komposthaufen im eigenen Garten stolpert). Und das war's auch schon. Jede Schicht wird gewässert und am Ende hat man schön dick gepackte Beete, die ein halbes Jahr Zeit haben, vor sich hin zu rotten und feinsten Pflanzuntergrund zu bilden.
Ich bin extrem gespannt, ob das klappen wird. Aber schon jetzt, nach ein paar Wochen, sehen die Beete vielversprechend aus. Auch die neuen Nachbarn sind schon neugierig und beobachten das Experiment genau. Und erzählen mir die wildesten Horrorgeschichten von Schnecken, die sie zum Aufgeben in ihrem eigenen Garten gezwungen haben. Deswegen habe ich mir von einem befreundeten Dachdecker gleich noch Schneckenkrägen aus Alublech machen lassen, die im Frühjahr die kostbaren Beete schützen sollen. Drückt mir die Daumen, dass das klappt. Sonst muss ich vielleicht doch über Laufenten nachdenken. Das würde sich dann auf jeden Fall schon mal sehr bäuerlich anfühlen.

Und da etwas kaum so nachhaltig ist, wie ein eigenes Gemüsebeet, aufgebaut aus "Gartenabfällen", wandert dieser Beitrag natürlich zu {Einab}. Is doch klar!

Kommentare:

Maria Widerstand hat gesagt…

Hallo Zora!

Sehr interessante Methode, klingt aber auch für mich sehr vielversprechend! Ich wünsche Dir damit ganz viel Erfolg und bin schon auf Deinen Bericht im Frühjahr gespannt!

lg
Maria

Zora hat gesagt…

Oh ja, ich bin auch schon super gespannt und ungeduldig, wie's laufen wird.
LG Zora

Stephanie hat gesagt…

kannte ich so jetzt noch nicht - sieht aber spannend aus.
Da drücke ich die Daumen, dass das mit der neuen Erde auch klappt!

Zora hat gesagt…

Hi Stephanie,
ich werde berichten, wie das Beet sich im nächsten Frühjahr schlägt. Heute hab ich noch dünn Pferdemist drauf verteilt, damit müsste jetzt wirklich alles getan sein, um Nährstoffe ins Beet zu bringen.

LG Zora